Dienstag, 21. Februar 2017

Wie bereitet man ein Rinderherz zu und wie schmeckt es? (Video)

Die Innereien-Serie geht weiter. Diesmal habe ich mich dem Rinderherz gewidmet.

Die Hauptarbeit ist dabei das Abschneiden von Fett und Silberhäuten. Es sind fast zwei Drittel "Abfall", wobei ich den Abfall noch zu einer Brühe oder Jus weiter verarbeiten werde.

Das Herz habe ich mit Suppengemüse und einigen Gewürzen gekocht und anschließend mit einer Rotwein-Mehlschwitze und Pilzen als Ragout zubereitet.

Freitag, 17. Februar 2017

Haselnuss auf den Stock setzen (Video)

Ich habe drei Haselnusssträucher auf den Stock gesetzt. Außerdem erkläre ich in dem Video kurz, wo man stockausschlagfähige Arten sonst noch so verwendet (historisch z.B. für Gerberlohe, modern für Kurzumtriebsplantagen und natürlich als Erosionsschutz und Grenzmarkierung in der Landwirtschaft).

Donnerstag, 16. Februar 2017

Croutons/Brotchips aus trockenen Brotresten selber machen (Video)

Ihr kennt das Problem sicher, nach einer Party oder Familienfeier bleibt Brot übrig, teilweise vielleicht auch schon in Scheiben geschnitten und angetrocknet. Ich habe das Problem auch, weil ich für meine Produkte Brotwürfel zum Probieren auf Veranstaltungen/Märkten benutze.
In dem Video erfahrt ihr, wie man daraus leckere, wenn auch nicht gerade kalorienarme Croutons oder Brotchips macht.

Rezept: Brotwürfel, Butter (oder Öl, aber Butter schmeckt besser) nach Geschmack, eine gewisse Menge muss aber sein, Salz nach Geschmack

Fett erhitzen und salzen, dann Brotwürfel unter ständigem Rühren anrösten und dann auf Küchenpapier abkühlen und etwas entfetten lassen. Man kann gegen Ende auch noch Gewürze beimischen.

Abgekühlt in einem luftdichten Behältnis lagern oder direkt aufessen.

Mittwoch, 15. Februar 2017

3 Gründe, warum du den Avocadokern nicht essen solltest (Video)

1. Gesundheitlicher Nutzen und Risiken weitgehend ungeklärt.
2. Schmeckt nicht
3. Man kann sich mit einem glitschigen Avocadokern und einem scharfen Messer wunderbar verletzen

Alle Welt scheint momentan Avocadokerne zu essen, weil die angeblich so gesund sein und gegen fast alles helfen sollen (z.B. Cholesterin, Magenbeschwerden, Krebs, Übergewicht (eine Diät damit verdirbt garantiert den Appetit), Alter,...).

Tatsächlich ist davon wenig bis nichts bewiesen und neben den tollen Inhaltsstoffen ist auch noch ein zumindest für viele Haustiere nicht ungefährliches Toxin, nämlich Persin und möglicherweise leicht giftige Bitterstoffe enthalten.

Wenn Avocadokerne ein Superfood sind, kommen als nächstes die Eicheln wieder auf den Speiseplan. Die Zubereitung und der Geschmack gehen jedenfalls in eine ähnliche Richtung.

Egal, wie man den Avoccadokern zubereitet, er schmeckt allenfalls erträglich, also auch keine kulinariscche Bereicherung.

Dienstag, 14. Februar 2017

Stand auf der Grünen Woche 2017

In diesem Jahr war ich mit einem Chaosgarten-Stand einen Tag auf der Grünen Woche in Berlin dabei. Ich konnte mich am Stand der LEADER-Region Achtern Elbe Diek präsentieren. Es war schon spannend, mal auf so einer großen Messe zu sein, auch wenn ich selber nicht rumschauen konnte. Hier der Artikel, der dazu im Winsener Anzeiger erschienen ist:

Montag, 13. Februar 2017

Chaosgarten jetzt mit Youtube-Kanal, erstes Video zu Rinderniere

Ab sofort betreibe ich auch einen eigenen Youtube-Kanal, auf dem ich kleine Experimente und Eindrücke zeigen werde.

Aktuell probiere ich ein paar eher ungewöhnliche Lebensmittel aus. Angefangen habe ich mit einer Galloway-Rinderniere von einem ausgewachsenen Rind aus reiner Weidehaltung:

Update 13.02.2017: Das Folgevideo zum Rindernierenfett ist auch fertig. ich habe eine kleine Menge Rindernierenfett ausgelassen, Bratkartoffeln damit gemacht und dann auch noch probiert. Im Gegensatz zu der Niere ist das Fett wirklich eine leckere Sache.
In naher Zukunft plane ich noch kleine Videos über Rinderherz und Avocadokerne. Ich zeige jeweils die Zubereitung und probiere das Ergebnis anschließend.

Ich hoffe, ihr versteht mich trotz meines norddeutschen Akzents...

Mittwoch, 4. Januar 2017

Obstbaumpflanzung mit Unkrautvlies zum Freihalten der Baumscheibe

Für den möglichst raschen Aufwuchs kleiner Obstbäume ist es sehr förderlich, wenn die Baumscheibe von konkurrierenden Wurzeln frei gehalten wird. Bei den kleinwüchsigen Obstbäumen im Erwerbsobstbau gilt das also eigentlich immer, bei Halb- und Hochstämmen im Garten spielt es ab einer gewissen Baumgröße keine große Rolle mehr.

Sehr kleine Bäumchen können im hohen Gras auch einfach verloren gehen, regelrecht erstickt werden oder sie fallen wegen ihrer schlechten Sichtbarkeit der Mähmaschine zum Opfer (leider schon einige Male passiert).

Im konventionellen Erwerbsobstbau wird die Baumscheibe, also der Bereich um den Baum, durch regelmäßiges Spritzen mit einem Totalherbizid wie z.B. Roundup (Glyphosat) frei gehalten, bzw. das Unkraut regelmäßig vernichtet.

Alternativ kann man die Baumscheibe mit unterschiedlichen, wasserdurchlässigen Materialien abdecken. Als Mulchmaterial ausprobiert habe ich z.B. schon Pappkarton, Eichenlaub und Holzhäcksel, beliebt ist auch Grasschnitt oder Rindenmulch. Die Mulchschicht wird zumindest auf unserem Marschboden relativ schnell von Gräsern durchwachsen. Auf trockeneren Böden mag das besser funktionieren. Auf jeden Fall muss der Mulch regelmäßig erneuert werden, was auch wieder mit Arbeit und eventuell auch mit Kosten verbunden ist.

Die Alternative ist Unkrautvlies, das ich auch schon ausprobiert habe. Das relativ dünne schwarze Kunststoffvlies, dass ich bisher verwendet habe ist relativ steif und passt sich schlecht der Bodenkontur an und erzeug damit Falten, in denen sich Mäuse sehr wohl zu fühlen scheinen, entsprechend haben sie auch teilweise schon Löcher reingefressen.

Auch die Befestigung ist ein Problem, denn bei uns weht es manchmal recht doll und so sind schon einige Vliesstücke unter den Beerensträuchern weggeflogen. Auch wegen dem besseren UV-Schutz wird meist empfohlen, das Vlies mit Kies oder Rindenmulch abzudecken. Dann fliegt es natürlich auch nicht mehr so leicht weg, aber Rindenmulch muss erneuert werden und bildet Humus über dem Vlies, worauf dann Unkraut wächst, was das Vlies mit den Wurzeln durchstößt...
Kies ist teuer und ich finde er hat im Nutzgarten nichts zu suchen, der fliegt dann nur immer da rum, wo man gerade Graben möchte...

Zufällig habe ich noch ca. 30-50 kleine Obstbäumchen in Töpfen stehen, die dringend gepflanzt werden müssen (wer Lust hat zu helfen, kann sich gerne melden) und zufällig hat mich der Onlineshop www.TopUnkrautvlies.com gefragt, ob ich nicht ihr Vlies testen und darüber berichten möchte. So ist kurz vor Weihnachten eine große Rolle mit 90 Quadratmetern 200 g/qm-Unkrautvlies bei mir eingetroffen. Das ist die richtig schwere Qualität, denn das Vlies soll ohne weitere Abdeckung möglichst 10 Jahre halten. Zum Vergleich, mein altes Vlies hatte glaube ich 80 g/qm.
90 qm Unkrautvlies 200 g/qm
Das Vlies ist etwas gräulicher, als auf dem Foto zu sehen und fühlt sich ungefähr an wie Bastelfilz (eventuell eine preiswerte Alternative dazu). Der Quadratmeter Vlies kostet in dieser Qualität 1,90 €. Verpackt war es in einem dünnen schwarzen Vlies, das für das Gemüsebeet völlig ausreichen dürfte, also durchaus sinnvoll verwendbar und damit praktisch abfallfrei.

Das Vlies lässt sich mit einer normalen Haushaltsschere recht gut schneiden, ich habe durch Umklappen einfach ein ungefähr quadratisches Stück abgemessen.
Unkrautvlies mit der Schere schneiden
Zum Bäume pflanzen benötigt man außerdem:
Werkzeug: Spaten, eventuell Hacke, Harke, Vorschlaghammer, Schere, Gartenschere, Schubkarre, Gießkanne, Blechschere/Drahtschere
Verbrauchsmaterial: Baum, Pfahl, Stammschutzdraht, Wühlmausschutzdraht, Band zum anbinden (ich nehme in diesem Fall Werbeschlüsselbänder), Erde (muss nicht unkrautsamenfrei sein), Gießwasser (2-3 Kannen à 10 Liter), Erdnägel aus Plastik oder Aluminium (einen Stahlnagel möchte man nicht in die Mähmaschine bekommen).
Material Obstbaumpflanzung
Zunächst befreit man die Fläche etwas größer als das Vlies oberflächlich vom Bewuchs und gräbt dann ein Pflanzloch mit ca. 3 Spatenbreiten im Quadrat und zwei Spaten tief gelockert.
Pflanzfläche mit Pflanzloch
Mit etwas zusätzlicher, lockerer Erde füllt man das Pflanzloch ungefähr so weit auf, bis der Baum von der Wurzellänge her gut passt, dann legt man den Wühlmausdraht hinein (in diesem Fall nicht optimal, weil der Draht die falschen Maße hat). Am besten arbeitet man nun zu zweit: Einer hält den Baum, der andere schüttet die Erde an. Gut angießen, Pfahl daneben einschlagen und Stammschutz am Pfahl befestigen. Fläche mit der Harke einebnen. Obstbaum angegossen
Nun schneidet man das Vlies entweder von einer Seite ein oder macht ein passendes Kreuz in der Mitte und legt es um den Stamm und den Pfahl. Das Vlies saugt sich sehr gut mit Wasser voll, was bei dem sehr starken Wind gerade sehr nützlich war. So liegt es auch gut am Boden an.
In den Ecken sticht man mit der Schere oder einem Messer ein kleines Loch und drückt jeweils einen Erdnagel hinein, damit das Vlies nicht wegfliegen kann und damit die Seiten möglichst plan liegen und das Vlies beim drum herum mähen nicht ins Messer der Mähmaschine oder des Rasenmähers gerät. Ich habe das Vlies seitlich eingeschnitten und es dann überlappend übereinander gezogen und mit einem Erdnagel verbunden.
Unkrautvlies Obstbaum befestigt
Da der Boden nun sehr weich ist, sollte man das Vlies nur leicht andrücken, aber nicht drauftreten, wie ich es gemacht habe, sonst gibt es ein paar mehr Falten.
Beim nächsten Baum sieht das bestimmt schon noch schicker aus.

Der Onlineshop, der mir das Vlies gestellt hat, führt leider kein Befestigungsmaterial. Ich hatte die Plastikerdnägel noch von einem schrottigen Minifolientunnel übrig, im Internet bekommt man 100 Stück davon für ca. 10 €, was dann also für 20 Bäume reichen würde.

Der Baum ist eine Birne der Sorte "Sommerbürgermeister" auf Sämlingsunterlage. Die Sorte konnte auch dank unserer Hilfe im vergangenen Jahr wiederentdeckt und verifiziert werden.